Integration von Salesforce.com zur Geschäftsoptimierung

Die beliebten CRM-Produkte von Salesforce.com, Vorreiter im Bereich Cloud Computing und Software as a Service (SaaS), werden häufig zur Verwaltung und Unterstützung von Vertrieb, Supportdiensten und anderen Kundeninteraktionen verwendet. Wenn jedoch keine effektive Strategie für die Salesforce-Integration in Legacy-CRM-Anwendungen, ERP-Lösungen und Backend-Datenbanken vorhanden ist, werden wertvolle Unternehmensdaten schnell in einem „Cloud-Silo“ abgeschottet.

Integration ist daher eine wichtige Voraussetzung dafür, dass Produkte von Salesforce.com echten geschäftlichen Nutzen im Unternehmen bieten. Angesichts der Tatsache, dass hybride Architekturen immer beliebter werden, müssen Integrationslösungen darüber hinaus in der Lage sein, Salesforce.com nahtlos mit anderen SaaS-Anwendungen und lokalen Legacy-Systemen zu vernetzen.

In diesem Artikel stellen wir Ansätze für die Integration von Salesforce.com im Unternehmen vor.

Benutzerdefinierte Programmierung

Als SaaS-Anwendungen sich erstmals durchsetzen, war die Anwendungsintegration oft ein Nachgedanke. Da nur wenige SaaS-Integrationstools zur Verfügung standen, griffen Unternehmen auf benutzerdefinierte manuelle Programmierung durch interne IT-Teams zurück, um Salesforce.com mit Legacy-Anwendungen und -Systemen zu vernetzen.

Der Vorteil eines solchen Ansatzes ist, dass Integrationen auf spezielle Anwendungsfälle zugeschnitten sind, da Entwickler mithilfe der API von Salesforce.com eigene Konnektoren entwickeln. Manuell programmierte Lösungen können beispielsweise verwendet werden, um Daten zwischen Salesforce.com und lokalen Datenbanken zu synchronisieren oder um mit NetSuite- oder Workday-Integration Mashups zu erstellen. 

Manuelle Programmierung hat jedoch einige Nachteile:

  • Sie ist zeitaufwendig und kostspielig. Interne Entwickler können viel Zeit dafür aufwenden, für ein Salesforce.com-Integrationsprojekt benutzerdefinierten Code zu schreiben. Das bedeutet, dass andere IT-Projekte vernachlässigt werden und Budgets in die Höhe schnellen können. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn externe Berater hinzugezogen werden.
  • Sie erfordert technisches Fachwissen. Da für manuelle Integrationen Fachkenntnisse erforderlich sind, müssen Business-Analysten Entwickler damit beauftragen, Integrationen von Grund auf neu zu erstellen, um IT-Systeme erfolgreich an Geschäftsprozesse anzupassen. Darüber hinaus müssen bei Codefehlern und für die allgemeine Wartung hochqualifizierte IT-Fachkräfte einbezogen werden. Dadurch geht die Implementierung langsamer vonstatten.
  • Sie lässt sich nicht gut skalieren. Manuelle Programmierung kann für einfache Architekturen, wenn nur zwei oder drei Systeme integriert werden müssen, durchaus sinnvoll sein. Mit großer Wahrscheinlichkeit werden solche Architekturen jedoch umfangreicher, wenn sich die Geschäftsanforderungen ändern. Wenn ein neues System oder eine neue SaaS-Anwendung hinzukommt, fallen weitere manuelle Programmierungsaufgaben an, um die einzelnen neuen Komponenten über Punkt-zu-Punkt-Verbindungen mit Salesforce.com und miteinander zu verbinden. Langfristig ist dies für schnell wachsende Unternehmen nicht tragbar.
  • Sie trägt zur Systemvolatilität bei. Da Wartung und Upgrades für SaaS-Anwendungen in der Regel vom Service Provider durchgeführt werden, funktionieren manuell programmierte Integrationen eventuell nicht mehr richtig, wenn neue Versionen von Salesforce.com eingeführt werden. Dies kann zu Systemfehlern führen und unternehmenskritische geschäftliche Abläufe stören, die auf Echtzeit-Integrationen angewiesen sind.

Integration mit Tools von Salesforce.com

Neben einer nativen cloudbasierten Application Platform as a Service (aPaaS) namens Force.com bietet Salesforce.com Integrationslösungen von externen Integrationsanbietern. Auf den ersten Blick mögen diese Tools wie eine akzeptable Alternative für manuelle Programmierung erscheinen. Sie bringen jedoch auch mehrere Nachteile mit sich.

Über AppExchange bietet Salesforce.com eine Vielzahl vorkonfigurierter Integrationen und Anwendungen von Partnerunternehmen. Diese sofort einsatzbereiten Lösungen reduzieren zwar den mit der manuellen Programmierung verbundenen Zeit- und Kostenaufwand. Da sie jedoch wie eine Black Box funktionieren und keine Transparenz- und Überwachungsfähigkeiten besitzen, ist es mitunter schwierig, sie zu ändern und anzupassen.

Die Plattform Force.com ermöglicht es Entwicklern, über die APIs der Plattform neue Anwendungen zu erstellen und Salesforce.com in vorhandene Anwendungen zu integrieren. Da Force.com als aPaaS auf die Entwicklung neuer Anwendungen ausgerichtet ist, handelt es sich bei der Integration zwar um eine Fähigkeit, nicht jedoch um den Hauptzweck der Plattform. Die Plattform erleichtert vorhandenen Benutzern die Erweiterung und Anpassung von Salesforce.com-Anwendungen, doch dadurch entsteht auch eine stärkere Abhängigkeit vom Anbieter, und die freie Integration zwischen verschiedenen Systemen und Plattformen wird eingeschränkt. 

CloudHub: Integration für das Cloud-Zeitalter

Die begrenzten Möglichkeiten vorhandener SaaS-Integrationstools haben dazu beigetragen, dass sich CloudHub, eine cloudbasierte Integration Platform as a Service (iPaaS), zu einer beliebten Integrationslösung für das Cloud-Zeitalter entwickelt hat. Mit einer Bibliothek von Anypoint™ Connectors erleichtert CloudHub die Integration in Salesforce.com durch Konfiguration – ohne Programmierung. Darüber hinaus können Sie mit CloudHub Integrationen für weitere SaaS-Produkte, Cloud-Services, Social-Media-Plattformen und lokale Anwendungen durchführen.

CloudHub zeichnet sich durch weitere Funktionen aus, die andere Integrationslösungen nicht bieten:

  • Integrationsanwendungen: Integrationsanwendungen sind paketierte Integrationen, die auf CloudHub basieren und über CloudHub gemeinsam genutzt werden. Dadurch können Entwickler für bestimmte Anwendungsfälle benutzerdefinierte Salesforce.com-Integrationen erstellen, die anschließend Benutzern ohne technische Fachkenntnisse zugänglich gemacht werden. Dank vorkonfigurierter Integrationen und Drag & Drop-Tools ist CloudHub auch für Business-Analysten mühelos zu benutzen. Gleichzeitig ist CloudHub offen und flexibel, damit Entwickler Integrationen ändern und anpassen können. Da CloudHub geprüfte und zuverlässige Konnektoren anbietet, brauchen sich Unternehmen keine Gedanken über Wartungsaufgaben und Upgrades zu machen, die in Verbindung mit benutzerdefinierten Punkt-zu-Punkt-Integrationen entstehen.
  • Sicheres Daten-Gateway: Über das sichere Daten-Gateway von CloudHub können Entwickler Salesforce.com-Anwendungen auf sichere Art ohne benutzerdefinierte Programmierung in lokale Legacy-Systeme integrieren und orchestrieren. Damit vermeiden sie den „Cloud-Silo“ bei der Implementierung von Salesforce.com- und anderen SaaS-Anwendungen.
  • Überwachung und Transparenz: Vorhandene SaaS-Integrationslösungen haben keine tiefgreifenden Überwachungs- und Verwaltungsfähigkeiten. CloudHub ist mit einem browserbasierten Management-Portal ausgestattet. Dieses ermöglicht es Benutzern, Uptime und Performance zu überwachen, und bietet tiefgreifende Einblicke in Datenflüsse, Nachrichten und andere Services.
  • Offene Plattform: CloudHub ermöglicht Benutzern die einfache Migration von Anwendungen und Systemen mit offenen Standards. So können Sie alles integrieren: SaaS, Unternehmensanwendungen, Social-Media-Plattformen und vieles mehr. Im Gegensatz zu Plattformen, die von SaaS-Anbietern bereitgestellt werden, ist CloudHub nicht an eine bestimmte SaaS-Anwendung gebunden. Daher können Sie Integrationen entwickeln, die über die Erweiterung von Salesforce.com hinausgehen.
  • Cloud-Funktionen: Als cloudbasierte Plattform umfasst CloudHub klassische Cloud-Funktionen, wie zum Beispiel Multi-Tenancy für Unternehmenssicherheit und Isolierung, Elastizität und Skalierbarkeit, Self-Service-Bereitstellung und ein kosteneffektives Preismodell („Pay as you grow“).