iPaaS: Integration für die Cloud

Integration Platform as a Service stellt die nächste Generation der Anwendungsintegration dar

Kein IT-Trend hatte mehr Einfluss auf Unternehmen als der Wechsel zu Cloud-Computing. Von Unternehmensanwendungen wie Salesforce über Infrastrukturplattformen wie Amazon EC2 bis hin zu Social-Media-Diensten wie Facebook und Twitter – die Cloud verändert die IT-Landschaft. Wenn Unternehmen ihre Anwendungen jedoch komplett in die Cloud verlegen, stoßen sie auf ein großes Hindernis: Integration. Dieselben Unternehmen integrieren seit 15 Jahren ihre Unternehmensanwendungen, um Informationssilos aufzulösen. Nun stehen sie plötzlich vor dem Problem der „Cloud-Silos“ —der Schattenseite der SaaS-Integration. Da es keine Einstiegsbarrieren für die SaaS-Einführung gibt, implementieren Unternehmen ohne Einbeziehung der IT zahlreiche SaaS-Anwendungen. Das Ergebnis sind Hunderte von Anwendungen und Diensten im Ökosystem, die alle abgeschottet sind und nicht nahtlos miteinander kommunizieren können.

Die unternehmensweite Integration wird zu einer großen Herausforderung, nicht nur für Endanwender im Unternehmen selbst, sondern auch für Provider von SaaS- und Cloud-Services. Zum Ausräumen dieser neuen Integrationsprobleme ist eine neue Plattform erforderlich. Es gibt daher eine neue Kategorie von Cloud-Integrationslösungen namens Integration Platform as a Service (iPaaS). Weitere Informationen über diese Kategorie finden Sie im Bericht von Gartner zum Thema Unternehmensintegration.

Die neuartige Cloud-Architektur

Im Laufe der Geschichte der IT waren für neue Technologien neue Software-Architekturen erforderlich. Fast wie am Schnürchen bringt jedes Jahrzehnt einen neuen Trend hervor, der eine neue Architektur für das Unternehmen einleitet: Online-Transaktionsverarbeitung in den 1970er Jahren, Client-/Server-Modelle in den 1980er Jahren, dreistufiges Komponenten-Computing in den 1990er Jahren und serviceorientierte Architektur (SOA) in den 2000er Jahren. Auch derzeit vollzieht sich wieder ein Wandel der Geschäftssystemstruktur.

Der neue IT-Software-Stack hat drei Schichten, die jeweils on Demand als Cloud-Service bereitgestellt werden:

  • Software as a Service (SaaS): Anwendungssoftware. Dies umfasst die benutzerseitigen Anwendungen für die geschäftlichen Abläufe.
  • Infrastructure as a Service (IaaS): Eine virtualisierte Umgebung, in der Systeme implementiert werden können. Dies umfasst die grundlegenden Rechnerressourcen für die Implementierung von Unternehmenssystemen.
  • Platform as a Service (PaaS): Anwendungsinfrastruktur für die Entwicklung einzelner Anwendungen und für die Integration zwischen mehreren Anwendungen. Die Middleware für die Entwicklung erweiterter Anwendungen.

Die Entstehung von SaaS

Von diesen drei Schichten des Stacks entstand zunächst Software as a Service (SaaS). Zu Beginn der 2000er Jahre erschienen die ersten SaaS-Anwendungen. Salesforce war wohl der erfolgreichste der ersten SaaS-Anbieter. Der CRM-Markt stellte überraschend schnell von einer großen, komplexen lokalen Implementierung auf einen cloudbasierten Service um. Am Ende des Jahrzehnts gab es für nahezu jede Art von Anwendung neue SaaS-Angebote, und täglich kamen neue Wettbewerber hinzu.

Die Entstehung von IaaS

Als Nächstes entstand Infrastructure as a Service (IaaS) mit Diensten wie zum Beispiel Amazon Web Services, Rackspace und vielen anderen. Dank neuer Technologien, wie beispielsweise Virtualisierung, konnten gemeinsam genutzte Rechenzentren eine höhere Ressourcenauslastung erreichen und gleichzeitig dynamische Kapazitätserweiterung ohne große Vorabkosten bieten. In den letzten Jahren hat sich die Tendenz zum Einsatz von IaaS verschärft, und es gibt eine Reihe neuer Wettbewerber.

Als sich IaaS und SaaS auf dem Markt durchsetzten und zu den tragenden Pfeilern der IT-Umgebungen in Unternehmen wurden, fehlte im Software-Stack nur noch die Plattformebene. Diese äußerst wichtige mittlere Ebene steht im Mittelpunkt des nächsten Entwicklungsschritts von Cloud-Diensten.

Die Entstehung von PaaS

Platform as a Service (PaaS) ist eine Cloud-Computing-Kategorie, die ein Framework und eine Umgebung bereitstellt. Auf dieser Grundlage können Entwickler Anwendungen und Services erstellen. Die PaaS-Kategorie umfasst mehrere Komponenten, zum Beispiel Application Platform as a Service (aPaaS). Die aPaaS-Angebote reichen unter anderem von Containerdiensten bis hin zu Entwicklungstools und Programmierungsmodellen. In den letzten Jahren wurden diese aPaaS-Elemente erstmals auf dem Markt eingeführt. Angebote wie Force.com, Google App Engine, Heroku, Cloud Foundry, Microsoft Azure und Engine Yard verzeichnen eine frühe Annahme. aPaaS bildet die Grundlage für viele der beliebtesten SaaS-Anwendungen.

Jetzt fehlt nur noch eine Methode für die anwendungsübergreifende Integration. Anwendungsplattformelemente ohne Integrationslösungen führen zum Problem der „Cloud-Silos“. Je mehr Anwendungen auf die neue Architektur umgestellt werden, umso wichtiger wird eine nahtlose Verbindung, Integration und Orchestrierung dieser verschiedenartigen Komponenten. Entwickler benötigen Adapter für verschiedene Anwendungen, Orchestrierungsfähigkeiten, Datenflussverwaltung und vieles mehr. Eine cloudbasierte Integration Platform as a Service (iPaaS) erfüllt diese wichtige Anforderung.

iPaaS: Die nächste Generation der Integrationssoftware

iPaaS ist eine Integrationsplattform der nächsten Generation für die Integration cloudbasierter Anwendungen in andere cloudbasierte Anwendungen sowie in lokale und Legacy-Anwendungen. Bei iPaaS handelt es sich also um eine cloudbasierte Integration Platform as a Service, die Konnektivität mit SaaS- und Cloud-Diensten ermöglicht und eine sichere Methode für den Zugriff auf lokale Anwendungen hinter einer Firewall bereitstellt. Eine iPaaS kann das Problem von Cloud-Silos lösen: Mit einem hybriden Integrationsmodell stellt sie Unternehmen eine Methode für die Integration cloudbasierter Dienste in andere cloudbasierte Dienste sowie in lokale Unternehmensanwendungen bereit.

Eine iPaaS-Lösung umfasst viele wichtige Elemente. Die absolute Grundlage ist eine Reihe bewährter Konnektoren für SaaS- und Cloud-Dienste. Es muss unbedingt möglich sein, schnell weitere Konnektoren hinzuzufügen, wenn neue Dienste in der schnelllebigen Umgebung cloudbasierter Technologien eingeführt werden. Darüber hinaus sollte berücksichtigt werden, dass es in den meisten Unternehmen eine Mischung aus lokalen und cloudbasierten Assets gibt. Deshalb muss die iPaas-Lösung eine sichere Methode für die Integration in vorhandene lokale Anwendungen und Infrastrukturen, einschließlich Legacy-Systeme (zum Beispiel CICS, AS400) bereitstellen. Die Fähigkeit zur Vernetzung von Legacy-Systemen und cloudbasierten Anwendungen zur Unterstützung von lokalen wie auch Cloud-Integrationen in einer hybriden Architektur ist für Unternehmen von entscheidender Bedeutung und stellt ein wichtiges Kriterium einer effektiven iPaaS-Lösung dar. Im Gegensatz zu den auf dem Markt erhältlichen inflexiblen „Black-Box-artigen“ SaaS-Integrationstools sollte eine iPaaS so offen sein, dass Integrationslösungen den Nuancen typischer SaaS-Integrationsszenarien entsprechend entwickelt und angepasst werden können. Außerdem müssen Entwicklern vertraute Tools und Prozesse zur Verfügung stehen, damit sie integrationsgerechte Anwendungen wie gewohnt entwickeln und konfigurieren können.

Eine iPaaS muss nicht nur die Entwickleranforderungen erfüllen, sondern auch weitere wichtige Grundvoraussetzungen. Die Lösungen müssen auf einer robusten zentralen Integrationsengine basieren und hochverfügbar, zuverlässig und sicher sein. Es müssen leistungsstarke Verwaltungstools zur Verfügung stehen, die einen Überblick über die Performance der Anwendungen bieten, die Anwendungen überwachen und Auditing- und Warnfunktionen bereitstellen. Die Lösungen müssen der wachsenden Nachfrage entsprechend eine nahtlose und transparente Kapazitätserweiterung ermöglichen. Eine Integrationsplattform muss zukunftssicher und API-bereit sein, damit sie einfach an Änderungen des Ökosystems oder der Geschäftsanforderungen angepasst werden kann.

iPaaS entwickelt sich zur Integrationstechnologie der nächsten Generation und tritt allmählich an die Stelle herkömmlicher Arten von Integrations-Middleware. iPaaS stellt die letzte wichtige Komponente bereit, die erforderlich ist, um die Vorteile einer cloudbasierten Architektur zu erschließen.

Obwohl diese neue Architektur bereits Gestalt annimmt, wird die Umstellung nicht von heute auf morgen erfolgen. Unternehmen haben mehrere Generationen vorhandener Systeme, die in diese neuen Dienste integriert werden müssen. Für einen nahtlosen Übergang müssen neue Architekturen diese Legacy-Anwendungen berücksichtigen. Laut Gartner „sollten Benutzer einen allmählichen Wandel von lokalen IT-Architekturen zu einem hybriden Modell planen, in dem diese Architekturen parallel existieren und mit öffentlichen cloudbasierten Architekturen zusammenarbeiten“. Selbst angesichts dieser schrittweisen Entwicklung müssen Unternehmen schon heute mit dem Transformationsprozess beginnen.

CloudHub: die erste globale iPaaS der Welt

CloudHub ist das erste iPaaS-Produkt, das alle oben genannten Anforderungen erfüllt. Diese vollständig cloudbasierte Lösung ermöglicht es Kunden, die wirtschaftlichen Vorteile sowie die Elastizität der Cloud für ihre Integrationsinfrastruktur zu nutzen. Als iPaaS-Komponente der Anypoint Platform™ von MuleSoft, der einzigen kompletten Plattform für SOA, SaaS-Integration und APIs, stellen CloudHub und weitere Integrationslösungen, wie zum Beispiel Mule als ESB, Anypoint Studio und API Manager, eine echte einheitliche Konnektivitätsplattform bereit, auf der Entwickler Integrationsanwendungspakete erstellen können.

Integration für alle

Für Systemintegratoren kann CloudHub den zeitaufwendigsten, mit wiederholten Aufgaben verbundenen Aspekt von Client-Implementierungen beseitigen: die Integration in andere Systeme. Mit CloudHub schaffen Integratoren Wettbewerbsvorteile durch schnellere Implementierung und robustere Cloud-Integrationslösungen. Mit der cloudbasierten Integrationsplattform können Systemintegratoren Kunden geschäftlichen Nutzen bieten, anstatt Zeit mit dem Schreiben von benutzerdefiniertem Code zu verschwenden.

Die Anypoint Platform stellt im Vergleich zur benutzerdefinierten Punkt-zu-Punkt-Integration eine maßgebliche Verbesserung dar, denn die Plattform bietet geprüfte, zuverlässige und unterstützte Konnektoren und Integrationsvorlagen. Unternehmen, die Integrationslösungen von MuleSoft einsetzen, vermeiden die mit einer „Spaghetti-Architektur“ verbundenen Wartungskosten und Probleme. Sie gewinnen Einblicke und können die Integrationsleistung beeinflussen. Außerdem lässt sich die Integration ganz einfach gemäß der geschäftlichen Anforderungen skalieren und ändern.

Mit der Anypoint Platform können Entwickler die Umsetzung innerhalb weniger Stunden abschließen und gleichzeitig für die Skalierbarkeit, Flexibilität und Verwaltbarkeit sorgen, die Tausende führender Unternehmen von MuleSoft gewohnt sind. Mit einer Bibliothek sofort einsatzbereiter Anypoint Connectors und Anypoint Templates, die in gängige SaaS-Anwendungen, Systeme und Dienste integriert werden können, ist der Einstieg in Integration jetzt so einfach wie noch nie zuvor. Die Anypoint Platform stellt Unternehmen ein sicheres Gateway bereit. So können Anwendungsteams ihre Unternehmensanwendungen zusammen mit ihren cloudbasierten Diensten integrieren und orchestrieren. Die Architektur der Plattform ist für äußerst hohe Verfügbarkeit und Zuverlässigkeit ausgelegt und bietet IT-Mitarbeitern vollständige Verwaltbarkeit und Einblicke in Datenflüsse, Nachrichten und andere Dienste. Endbenutzer genießen alle Vorteile der Cloud, einschließlich Isolierung für Datensicherheit und -integrität in einer Multi-Tenancy-Umgebung, auf die Nachfrage abgestimmte Elastizität, Self-Service-Registrierung und -Bereitstellung sowie ein kosteneffektives Preismodell („Pay as you grow“).

Im Gartner-Magic-Quadrant-Bericht zum Thema iPaaS erfahren Sie, warum MuleSoft in dieser Kategorie als Leader eingestuft wurde. Entdecken Sie die Anypoint Platform noch heute und erfahren Sie, wie Sie Komponenten ganz nach Ihren Vorstellungen zu jedem beliebigen Zeitpunkt lokal oder in der Cloud miteinander verbinden können.